The 1950 Project - Grundriss

Ich habe den Auftrag erhalten, das Erdgeschoss eines Einfamilienhauses aus den 50er-Jahren vollständig neu zu planen und zu modernisieren.
Das Haus hat noch einen traditionellen Zuschnitt: Flur mit Treppe, gewölbte Durchgänge zu Ess- und Wohnzimmer, dahinter Küche bzw. Arbeitszimmer, sowie eine alte Toilette unter der Treppe.

Die Kundin wünscht sich ein modernes, familienfreundliches Wohnkonzept. Besonders wichtig ist ihr eine offene, funktionale Küche, da sie häufig kocht und sich im jetzigen Grundriss isoliert fühlt. Außerdem sollen Küche und Entertainment-Bereich technisch aufgewertet werden. Der Möbelstil ist noch offen.

Ziel der Planung:

  • einen neuen, offenen Grundriss für das Erdgeschoss entwickeln

  • Küche, Ess- und Wohnbereich stärker verbinden

  • mehr Raum für gemeinsame Familienaktivitäten schaffen

  • bestehende Raumfunktionen bei Bedarf tauschen

  • Wände öffnen oder entfernen (Statiker*in bei tragenden Wänden einbeziehen)

Ich beginne nun damit, den Grundriss des Erdgeschosses komplett neu zu zeichnen und eine moderne, alltagstaugliche Lösung für die Familie zu entwerfen.

Mein Konzept für die innovative Grundrissgestaltung setzt auf Offenheit, Funktionalität und eine harmonische Verbindung zwischen Innen- und Außenraum.

Wichtig: Technische Abstimmungen

Alle strukturellen Veränderungen werden in enger Abstimmung mit einem Statiker umgesetzt. Auch für die Wasser- und Elektroinstallationen werden entsprechende zusätzliche spezialisierte Fachkräfte zur Beratung hinzugezogen, um eine fachgerechte und zukunftssichere Umsetzung zu gewährleisten.

1. Eingangsbereich mit durchdachter Funktionalität

Der nach Norden versetzte Eingang öffnet sich zu einem großzügigen Foyer mit viel Stauraum und einer Sitzmöglichkeit. Die Versetzung war in meinen Augen sehr sinnvoll, da so die Sonnenseite besser genutzt werden kann. Das alte WC wird komplett versetzt und erneuert. Ein großer Spiegel erweitert optisch den Raum und versteckt das ruhig liegende Arbeitszimmer, während eine weitere versteckte Tür hinter Wandpaneelen einen schnellen Zugang zur Abstellkammer bietet – ideal für das Verstauen von Einkäufen. Die rustikale Schiebetür verhindert den Wärmeverlust im Winter.

2. Offenes Wohnen mit maximalem Lichteinfall

Durch den Wegfall der trennenden Wand wird das Wohnzimmer großzügiger und einladender. Große Schiebefenster auf der Süd- und Westseite lassen viel Tageslicht herein und schaffen eine moderne Verbindung zur neuen Sonnenterrasse. Der erhaltene Rundbogen, zum Esszimmer, setzt dabei einen charmanten architektonischen Akzent.

3. Küche als offenes Herzstück

Die Küchenwand wurde entfernt, wodurch ein luftiges Raumgefühl entsteht. Eine versteckte Tür führt in die Abstellkammer, um Vorräte schnell zu verstauen. Dieser versteckte Raum dient auch als abgetrennte Waschküche. Ein zusätzliches Highlight: Der ungenutzte Raum unter der Treppe wird für zwei funktionale Nischen genutzt – eine Kaffee-Ecke für die zwei Kaffeeliebhaber auf der Küchenseite und eine gemütliche Kuschel-Ecke mit Blick ins Wohnzimmer.

4. Büro und Badezimmer

Das neue Büro wird durch einen großen Spiegel, der gleichzeitig die Schiebetür ist, versteckt. Es wurde leicht verkleinert, bietet aber dennoch genug Platz für Stauraum und den Arbeitsbereich. Daneben bietet das zusätzliche neue Badezimmer mit Dusche, Komfort für die Familie oder Gäste. Ein neues Oberlicht bringt natürliches Licht ins Bad.

5. Kreativer Außenbereich 

Die bisher ungenutzte Gartenhütte wird in einen kreativen Rückzugsort für die ganze Familie verwandelt – ideal für Hobbys, künstlerische Aktivitäten oder gemeinsame Projekte. Das angrenzende Beet neben dem Essbereich ist dank der neuen Fenstertür jetzt bequem erreichbar.

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Projekt Zwei